Fliegenarten erkennen

Fruchtfliege

(Drosophila species)

Aussehen

  • Die Fruchtfliege ist ca. 3 mm groß. 
  • Sie ist gelbbraun oder gesprenkelt. 
  • Die Fruchtfliege besitzt rote Augen. 
  • Charakteristisch ist ihr langsamer Flug mit herabhängendem Hinterleib (Schwebflug). 
  • Die Larven der Fruchtfliege besitzen weder Augen noch Beine und erreichen eine Größe von ca. 3 mm.

Fortpflanzung

  • Die Entwicklung der Fruchfliege dauert 7 bis 30 Tage. 
  • Das Vollinsekt (Imago) lebt 2 bis 9 Wochen.

Lebensweise

  • Die Fruchtfliege brütet gern in gärendem Material, z.B. Obst- und Gemüseresten oder Rückständen in Kneipen und Brauereien. 
  • Aber auch in Abwasserleitungen oder Putzutensilien wird gebrütet.

Gemeine Stubenfliege

(Musca domestica)

Aussehen

  • Ausgewachsen ist die Gemeine Stubenfliege 5 bis 8 mm groß. 
  • Sie besitzt einen grauen Brustteil mit 4 schmalen Streifen, der Hinterleib ist gelb oder sandfarben, die vierte Flügelader ist gebogen und die Flügelspitzen sind leicht zugespitzt. 
  • Die Larve ist eine weiße, spitz zulaufende Made. An ihrem Hinterende befinden sich zwei Atemlöcher. Sie hat keine Beine und erreicht vollentwickelt eine Größe von 12 mm.

Fortpflanzung

  • Die Gemeine Stubenfliege brütet in feuchtem, verfaulendem Biomaterial. 
  • Sie legt ihre Eier in Gruppen von 120 bis 150 ab. Die Schlüpfreife liegt zwischen 8 Stunden und 3 Tagen. 
  • Das Larvenstadium dauert 3 bis 60 Tage, das Puppenstadium 3 bis 28 Tage.

Lebensweise

  • Die Gemeine Stubenfliege lebt in allen Arten von Gebäuden. 
  • Sie frisst vielfach und wahllos an allem, was sich mit Speichel verflüssigen lässt. Feuchtes, faulendes Material kommt dabei ebenso in Frage wie Lebensmittel. 
  • Sie verflüssigt ihre Nahrung, indem sie Verdauungssäfte aus ihrem Mageninhalt auf das Substrat würgt. Die entstehende Flüssigkeit wird anschließend mit dem Saugrüssel aufgenommen.

Graugelbe Polsterfliege

(Pollenia rudis)

Aussehen

  • Die Graugelbe Polsterfliege wird 6 bis 10 mm groß. 
  • Sie hat einen dunkelgrau-grünen Brustabschnitt mit welligen, goldbraunen Haaren. 
  • Ihre Flügel überlappen in Ruhestellung.

Fortpflanzung

  • Die Eiablage der Graugelben Polsterfliege erfolgt in der Erde. 
  • Die Larven sind Parasiten von Regenwürmern, d.h. sie suchen in der oberen Erdschicht einen Regenwurm und bohren sich in diesen hinein. Dort ernähren sie sich von dessen Gewebe.

Lebensweise

  • Die Graugelbe Polsterfliege ist im Herbst oft in großen Trauben in Dachgebälk zu finden, wo sie überwintert. 
  • Auffällig ist ihr schwerfällig wirkender Flug.

Grüne Florfliege

(Chrysoperla carnea)

Aussehen

  • Die Grüne Florfliege ist ca. 12 bis 20 mm lang. 
  • Sie ist grün mit langen Antennen und glänzenden metallisch-bronzefarbenen Facettenaugen. 
  • Die Grüne Florfliege hat einen zierlichen Körper mit langen, durchsichtigen Flügeln, die leicht schillern oder eine grüne Flügeladerung haben.

Fortpflanzung

  • Die Eier der Grünen Florfliege sind oval und sitzen an bis zu 10 mm langen Eistielen, die nachts in Bündeln oder einzeln an Pflanzenstielen abgelegt werden. Die Farbe der Eier verändert sich ein paar Tage nach der Ablage von grün zu grau. 
  • Die Larven sind grau oder braun. Sie sehen Aligatoren ähnlich mit gut ausgebildeten Beinen und großen Zangen, mit denen Sie Insekten (z.B. Blattläuse) aussaugen können. 
  • Die Florfliege ernährt sich von Pollen, Nektar und Honigtau.

Lebensweise

  • Die Florfliege ist dämmerungs- und nachtaktiv. Charakteristisch ist ihr flatternder Flug. 
  • Sie erbeutet kleinere Insekten und Milben, insbesondere Blattläuse in Gewächshäusern und auf Grünflächen. 
  • Die Florfliege wird in der Land- und Forstwirtschaft als Nützling betrachtet und für die biologische Schädlingsbekämpfung in großen Mengen gezüchtet.

Halmfliege

(Thaumatomyia notata)

Aussehen

  • Die Halmfliege ist sehr klein (ca. 3 mm lang) und ähnelt der Fruchtfliege. 
  • Sie ist hellgelb bis golden und hat drei auffällige schwarze Längsstreifen auf dem Brustteil und schwarze Querstreifen auf dem Hinterleib.

Fortpflanzung

  • Die Halmfliege wird häufig zusammen mit der Graugelben Polsterfliege während des Überwinterns in Häusern oder Kirchen entdeckt. 
  • Ihre Larven ernähren sich von Blattläusen. 
  • Die Halmfliege ist weitgehend unerforscht.

Lebensweise

  • Die Halmfliege zieht sich im Herbst zur Überwinterung in Häuser, Kirchtürme oder Rolllädenkästen zurück. Kleinste Ritze und Öffnungen werden dabei als Schlupfwege genutzt. 
  • Bevorzugt werden von ihr Gebäude mit hellen Fassaden, besonders wenn diese sonnenbeschienen sind und an Grünflächen angrenzen. 
  • Befallsflächen sind oft durch Millionen dieser Insekten zentimeterdick bedeckt. 
  • Die Halmfliege ernährt sich von Pflanzenresten und Gräsern.

Kleine Essigfliege

(Drosophila Melanogaster)

kleine essigfliege drosophila melanogaster

Aussehen

  • Die Kleine Essigfliege hat eine Länge von 3 mm. Sie ist gelb-braun oder gesprenkelt mit hellen roten Augen. 
  • Ihr Hinterleib hängt im Flug nach unten. 
  • Charakteristisch ist ihr Schwebeflug.

Fortpflanzung

  • Die Weibchen der Kleinen Essigfliege legen bis zu 500 Eier. 
  • Diese entwickeln sich innerhalb von 7 Tagen. 
  • Die ausgewachsene Essigfliege lebt bis zu zwei Wochen.

Lebensweise

  • Die Kleine Essigfliege legt ihre Eier in Gärungsrückständen ab. Davon betroffen sind vor allem Kneipen, Restaurants und Brauereien. 
  • Ihre Larven ernähren sich von Bakterien und Hefe, die bei der Verrottung von Früchten oder Gemüse entstehen. 
  • Die Kleine Essigfliege vermehrt sich auch in verunreinigten Abflüssen oder Reinigungsgeräten.

Kleine Stubenfliege

(Fannia Canicularis)

Aussehen

  • Die kleine Stubenfliege erreicht ausgewachsen eine Größe von ca. 6 mm. 
  • Sie besitzt einen grauen Brustabschnitt mit drei schwachen schwarzen Streifen. Der Hinterleib beim Weibchen ist grau und eiförmig, beim Männchen schmal mit blassgelben Flecken. Die vierte Flügelader ist nicht gebogen. 
  • Die Larve ist eine hellbraune, eiförmige Made mit geißelförmigen Auswüchsen an den Seiten.

Fortpflanzung

  • Die Kleine Stubenfliege brütet in sehr feuchtem oder stark verwestem organischem Material. 
  • Im Alter von 10 Tagen beginnen die Weibchen mit der Eiablage. 
  • Die Larve schlüpft nach 24 bis 48 Stunden. 
  • Das Larvenstadium dauert 8 bis 60 Tage, die Verpuppung 10 bis 28 Tage.

Lebensweise

  • Die Kleine Stubenfliege ist ein sehr fruchtbarer Bewohner von Geflügelkot. 
  • Charakteristisch sind ihre rastlosen, um Objekte kreisende Flugmanöver.

Stallfliege

(Musca Autumnalis)

Aussehen

  • Die Stallfliege ist ca. 6 bis 7 mm groß. 
  • Der Hinterleib des Männchens ist orange gefärbt mit grauen bzw. schwarzen Längsstreifen. 
  • Die Weibchen der Stallfliege haben eine große Ähnlichkeit mit der Stubenfliege.

Fortpflanzung

  • Die Stallfliege durchlebt eine vollständige Metamorphose mit Ei-, Maden-, Puppen- und adultem Stadium. 
  • Die weißen Eier, ca. 1,2 mm groß, werden einzeln gelegt, bilden aber kleine Häufchen. Jedes Weibchen legt in 3 bis 4 Tagen bis zu 500 Eier in mehreren Gelegen. 
  • Der Entwicklungszyklus ist je nach Temperatur in 12 bis 20 Tagen vollendet (mehrere Generationen in einem Sommer).

Lebensweise

  • Die Stallfliege vermehrt sich in Tierdung auf Weiden und in Ställen. 
  • Sie setzt sich auf Pferde, Schafe und Kühe und ist häufig am Kopfbereich und den Augen der Tiere zu beobachten. Dort leckt sie Sekrete der Augen, der Nase und des Maules auf.

Weiße Fliege

(Trialeurodes Vasporariorum)

Aussehen

  • Die Weißen Fliege gehört zu der Familie der Schildläuse 
  • Ihre Größe beträgt 1,5 bis 3 mm. 
  • Sie ist mit weißem Wachs dicht bepudert und besitzt vier gleich ausgebildete und gleich lange Flügel, die auf ihrem Rücken dachförmig zusammengelegt sind.

Fortpflanzung

  • Die Weibchen der Weißen Fliege legen ihre Eier auf der Blattunterseite ab. Die Fliegen schlüpfen nach ca. 10 Tagen. 
  • Nach dem Schlüpfen saugen die Nymphen, an der Blattuntereseite sitzend, Pflanzensaft. Sie verbleiben hier bis zur Verpuppung. 
  • Der Lebenszyklus der Weißen Fliege beträgt zwischen 30 und 70 Tagen.

Lebensweise

  • Die Weiße Fliege hält sich vorwiegend an frischen Blättern auf und legt dort ihre Eier ab. 
  • Schädigungen von Gemüse- und Zierpflanzen enstehen nicht durch das Absaugen des Pflanzensafts, sondern durch die Absonderung von Honigtau, der bei hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit zu schimmeln beginnt.

Wie können wir helfen?

Auch in Ihrer Nähe

Kostenlose Hotline

0800 207 801

Geschäftskunden

0800 171 800