Die durchschnittliche Körperlänge des Rotfuchses beträgt 60 bis 90 cm. Die Rüden sind ca. 70 cm lang, die Fähen ca. 4 cm kleiner. Die Schwanzlänge beträgt 40 cm, die Schulterhöhe zwischen 34 und 38 cm.
Die Rüden erreichen ein Gewicht von ca. 6,5 kg, die Fähe ca. 5,5 kg.
Das Fell des Rotfuchses ist auf dem Rücken rötlich gelb bis tiefrotbraun gefärbt, der Bauch ist weiß bis schiefergrau. Die Fellfarbe variiert je nach Verbreitungsgebiet.
Das Hauptmerkmal des Rotfuchses ist das weiße Fell an Kinn, Brust und Schwanzende.
Fortpflanzung
Rotfüchse paaren sich nur einmal im Jahr in der so genannten Ranzzeit (Januar bis März).
Die Fähen bringen 1 bis 10 Junge zur Welt (im Durchschnitt beträgt ein Wurf 4 bis 6 Junge). Dies ist vom Nahrungsangebot, der Sozialstruktur und der Sterblichkeitsrate abhängig.
Nach ca. 50 Tage werden die Fuchswelpen geboren und für die ersten 4 bis 6 Wochen gesäugt. Jungfüchse verlassen nach ca. 6 bis 8 Monaten das Muttertier.
Füchse können bis zu 10 Jahre alt werden. Ihre Lebensdauer in der freien Natur beschränkt sich jedoch häufig auf 1 bis 2 Jahre.
Lebensweise
Zum typischen Lebensraum der Rotfüchse gehören Wälder, Graslandschaften, Äcker und in jüngster Zeit zunehmend auch Vorstädte.
Mit der Ausnahme von trächtigen Fähen übernachten Füchse selten in ihrem Bau.
Rotfüchse sind nachtaktiv, gelegentlich sind sie jedoch auch tagsüber anzutreffen. Sie sind sehr neugierig, vermeiden jedoch menschlichen Kontakt.
Rotfüchse sind anspruchslose Allesfresser. Sie ernähren sich von Hühnern, Kaninchen, Ratten, Feldmäusen, Regenwürmern, Feldhasen, aber auch von Beeren, Früchten, Gemüse und Getreide. Ihre Nahrungsaufnahme ist dem menschlichen Speiseplan sehr ähnlich, was Füchse häufig dazu einlädt unsere Mülltonnen zu durchsuchen.